Martingale - Roulette - System
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Martingale Roulette System

Dienstag, 08 Mai 2012 15:47    
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In der praktischen Anwendung des Martingalespiels setzt der Spieler also einen bestimmten Wert auf ein einfaches Ereignis beim Roulettespiel, sprich beispielsweise auf "Rouge" (Rot, Red) oder "Noir" (Schwarz, Black). Wenn das Ereignis, auf welches gesetzt wurde eintritt, so erzielt der Spieler einen Gewinn und setzt nun erneut auf ein einfaches Ereignis seiner Wahl. Sollte dann jedoch nicht der gesetzte Fall eintreten, sprich der Spieler setzt einen Wert auf "Rouge" und das Ergebnis ist "Noir", so verliert der Spieler seinen Einsatz an die Spielbank.


Nun tritt das Martingalespiel in Kraft, indem der Spieler solange jeweils den doppelten Verlustwert setzt, bis das Ereignis auftritt.
In der Praxis bedeutet dies, dass falls der Spieler bei einem Einsatz von "50" auf "Noir" verliert, indem "Rouge" eintritt, solange "100", "200", "400", "800", "1600" setzt, bis das ausgewählte Ereignis eintritt, also hier "Noir". Somit erhofft sich der Spieler, dass sein Spielrisiko fast gleich Null ist und dass er Gewinne erzielt, wenn sein Ereignis dann auftritt und Verluste durch die Vedopplung des Spieleinsatzes bei Nichteintreffen des Ereignisses wieder gutgemacht werden. Es wird suggeriert, dass bei einer 1:1-Auszahlung beim Gewinn, die Verdopplung des Einsatzes zur Folge hat, dass der verlorene Einsatz zurückgewonnen wird und zudem ein Gewinn erzielt werden kann.
Die Tatsache, dass diese Strategie so verbreitet ist, obwohl sie mathematisch nicht korrekt ist und auf lange Sicht nicht gewinngarantierend aufgehen kann, liegt eher am subjektiven empfinden des Spielers und dem damit gewonnenen Eindruck, im Spielverlauf keinen Verlust zu erzielen, da dieser durch das Doublieren ausgeglichen werden kann. Auch die scheinbare Annahme, in der Martingalestrategie eine Möglichkeit zu erhalten, sich in kurzer Zeit fast risikolos viel Kapital aneignen zu können und die Spielbank "ausgetrickst" zu haben, motiviert den Spieler ungemein.

Tatsächlich aber ist das Martingale-System beim Roulettespiel jedoch unhaltbar und ein klassisches Beispiel eines sogenannten Spielerfehlschlusses, dies bedeutet also in der Praxis einen logischen Fehlschluss, der auf falschen Annahmen bezüglich eines Zufallsereignisses beruht. Die Annahmen sind zum Beispiel, dass ein Zufallsereignis wahrscheinlicher wird, wenn es zuvor weniger häufig oder garnicht aufgetreten ist. Laut Mathematik (Stochastik, also Wahrscheinlichkeitsrechnung) liegt die Chance auf "Rouge" oder "Noir" jedoch jeweils bei 18/37 (18 Ereignisse jeweils rot/schwarz sowie die neutrale 0), unabhängig von den vorangegangenen Ereignissen.
Die Chance auf einen Gewinn beträgt bei dieser Strategie pro Spiel 48,65%, die Chance des Verlierens beträgt folglich 51,35%. Weitere Spielerfehlschlüsse sind die Annahme, dass das Zufallsereignis unwahrscheinlicher wird, weil es längere Zeit nicht eingetreten ist oder dass es in Zukunft wieder/nicht auftreten wird, weil es im Spiel zuvor bereits aufgetreten ist.

Zusammenfassung
Auf lange Sicht kann das Martingalespiel also nicht aufgehen, da die Mathematik dem subjektiven Eindruck des minimierten Risikos sowie dem Spielerfehlschluss überlegen ist und diesen ausschließt.
Die Annahme der Martingalestrategie ist rein theoretisch und geht im Grunde davon aus, dass der Spieler über ein unbegrenztes Kapital verfügt (Beispiel: Falls zwölf Mal bei einem gesetzten Wert von anfangs "50" das Ereignis nicht eintritt, so muss der Spieler ein Vermögen einsetzen). Darüber hinaus ist hierbei zu beachten, dass dies ebenfalls zur Folge hat, dass keine Begrenzung seitens Zeit oder eventuellem Höchsteinsatz in der praktischen Anwendung beachtet wird. Die Faktoren Zeit und Höchsteinsatz werden quasi nicht beachtet und suggerieren hier ebenfalls einen scheinbar sicheren Gewinn.
Praktisch gesehen ist sie somit aufgrund mathematischer Berechnungen der Stochastik ein sicherer und langfristiger Gewinn ohne Spielerrisiko ausgeschlossen, da Faktoren wie der Höchsteinsatz des Spielers, Zeit und mathematische Wahrscheinlichkeiten und Grundsätze dies ausschließen.
Im Gegenteil: Die Spielbank wird langfristig gewinnen. Dies hat den Grund, dass wenn ein Ereignis, zum Beispiel "Rouge", längere Zeit nicht eintritt, das Vermögen des Spielers nicht mehr ausreichen wird, um weitere Einsätze zu tätigen oder dass ebenfalls die praktische Möglichkeit besteht, dass "Rouge" niemals auftreten wird.

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