Na, super...
Ich hatte zur damaligen Zeit schon überlegt drauf zu antworten, aber man müßte schon einige Zeit und Grips investieren, um diese Frage korrekt und umfassend zu beantworten.
Ich beschränke mich mal auf Ansätze...
Zitat:
Ich interessiere mich nun für Berechnungen zum Thema Kapitalschwankungen bei diesem BJ: Wie berechnet man, wie hoch die Schwankung auftreten wird?
Wie berechnet man also, wieviel Kapital man braucht, um mit einem Einsatz von X so lange spielen zu können, dass sich die Schwankungen "glätten" und das mathematische Ergebnis von 0.11% sichtbar wird?
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Tip Nr. 1:
Man könnte für die Beantwortung dieser Frage sicher eine der "Risk-of-Ruin"-Formeln umwandeln, die man hier und da findet, evtl. beim Wizard-of-Odds, etc.
Nr. 2:
Ich versuch es aber mal auf meine Weise (wobei das mathematisch nicht sehr elegant/professionell ist - eher so fausformel-mäßig):
Eine sollte klar sein - man kann nur statistische Schwankungsgrenzen angeben. "Sichere" Schwankungsgrenzen, die
nie überschritten werden, gibt es nicht.
Man kann also auch keinen definierten Zeitpunkt (bzw. Anzahl der Hände) angeben, ab dem ich mit Sicherheit die 0.11% in der Tasche hab.
Für Deine Frage würde ich mir die Varianz-Angabe für Blackjack zuhilfe nehmen.
BJ hat eine Varianz von 1,15.
Üblich ist die Betrachtung der möglichen Ereignisse mit Hilfe der Standardabweichung.
Man hat zum einen den Erwartungswert (EV), lege ich einen "Schlauch" der einfachen Standardabweichung (SD) um diesen Erwartungswert, "erwische" ich ca. 66% aller möglichen Ereignisse, bei zweifacher SD ca. 95%, bei dreifacher SD 99,7%.
Meist nimmt man die 2-fache SD als äußere Grenzen, weil man damit in 19 von 20 Fällen/Versuchen richtig liegt.
Der mögliche Ereignis-Schlauch (sprich: 'Units' Abweichung vom Erwartungswert)
für 95% aller Fälle (bei 2*SD) beträgt für BJ also 1,15* Wurzel(Units wagered).
Habe ich also 400 Hände gespielt, beträgt mein 2-SD-Schlauch 1,15* Wurzel(400) - also plus/minus 23,5 Units vom Erwartungswert.
Du müßtest jetzt (als Abschätzung) vielleicht schauen, nach wievielen Händen Du unter Deinen Randbedingungen (0,11% Player Vorteil, gewünschte Betgröße, etc.) mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit im Plus und/oder mehr bist...ohne zwischendurch pleite gegangen zu sein.
Kleines Bsp.:
1 Million Hände a 1$ (der Einfachheit halber).
EV/Gewinnerwartungswert für diesen Wahnsinn wären 1100$.
Unser "Erwartungsschlauch" beträgt plus/minus 1150 Units, d.h. 95% solcher "Experimente" landen zwischen 50$ Verlust (Min.) und 2250$ Gewinn.
EDIT:
Diese Gewinn-"Schwelle" ist unabhängig von der Betgröße...
Man kann also sagen, daß man mit +0,11% SD-BJ über eine Million Hände spielen muß, um vergleichsweise "sicher" im Plus zu sein.
Wer probiert es aus? :mrgreen: 8) :wink: